Visuelles Management Handels-, Kapital- und   

                   Investitionsströme                      

 

Der Trend zu Regularien im Welthandel verstärkt und verfestigt

sich und könnte die Handels-, Kapital- und Investitionsströme beschädigen.

Staatliche Kontrolle der Direktinvestitionen wird in vielen Ländern

als Angriff verstanden. 1958 wurde in der Bundesrepublik das Kartellamt

von Ludwig Ehrhardt gegründet: „Wo kein Wettbewerb lebendig ist, tritt

Stillstand ein, der schließlich zur Erstarrung führt.“

Abhilfe durch größere Transparenz - auch Offenlegung der Eigentümer-

verhältnisse - und Rechnungslegung nach internationalen Standards

und Kreditverflechtungen, wird nur verbal versucht. Dramatische

Technologiesprünge können neue globale Technologieführer sowie

Innovationsführer entstehen lassen.

Die Mächte versuchen, die wirtschaftliche und technologische Dominanz

zu sichern. Ihr Kräftemessen könnten Konflikte unangemessen verlängern.

Die Auseinandersetzungen könnten im Schwebezustand „frozen conflict“

verbleiben. Ein Zustand zwischen den Konfliktparteien, der kein Vertrauen

bildet sondern jederzeit gebrochen werden könnte.

Der Wettbewerb um die weltweite Technologieführerschaft könnte

zu einer Entflechtung der westlichen Volkswirtschaften von der

Volksrepublik China führen.

Ökonomischer Niedergang kann kurzfristig durch den Einsatz militärischer

Gewalt abgeschwächt werden. Langfristig aber bilden wirtschaftliche Stärke

und militärische Stärke die bessere Basis. So könnte die Volksrepublik China

langfristig international immer bedeutender werden und andere Staaten an

internationaler Bedeutung verlieren.

Für die strategischen Entscheidungen der Unternehmen bildet der politische

Rahmen immer den Hintergrund. „All politics is local“, Tip O´Neill, in den

1980er Jahren Sprecher des US-Repräsentantenhauses, bewahrheitet

sich bei nationalen Alleingängen in vielfältiger Art.

Ein eigenes Wertesystem und Prinzipien verhelfen den Regierungen zur

Stabilität, wenn diese in der Wohnbevölkerung anerkannt und mitgetragen

werden. Ökonomische Krisen und schwere Erschütterungen gefährden nicht

die Stabilität. Ohne diese Bindungskraft genügen aber schon kleine Auslöser,

um die Massen auf die Straße und das politische System in Gefahr zu bringen.

Onlineinhalte werden der Zensur unterworfen, Webseiten blockiert, und die

grenzüberschreitende Verarbeitung und Speicherung von spezifischen

Daten behindert.

Kommt es zur Eskalation, ist der Konflikt nicht zu kontrollieren. Reaktion

und Gegenreaktion können eine Abwärtsspirale verursachen.

Behauptete Krisenresistenz ist kein sicheres Fundament.

Wachsende Unsicherheit bezüglich der Phasen der Krise - vorübergehende

oder sich verfestigende Krise.

Aufstieg und Fall der großen Mächte, der ökonomische Wandel werden

die alles beherrschenden Konflikte der kommenden Jahrzehnte werden.

Der Fall der Mächte kann durch gleichzeitig auftretende innere und äußere

Ursachen, beschleunigt werden. Anhaltende Ungleichheit zwischen Einnahmen

und Ausgaben sind die inneren Ursachen.

Die Schwachstelle der EU wird der Euro bleiben. Sollte der Euro sich nicht

dauerhaft durchsetzen, gerät das Ziel der EZB - Preisstabilität - in Gefahr.

Eine Rückführung der Geldmenge durch die EZB ist im nennenswerten

Umfang nicht möglich, da hierdurch Banken und Staaten in gefährliches

Fahrwasser geraten würden. Problematisch könnte es werden, wenn

niemand mehr der Währung vertraut. Grassierende Preissteigerungen

könnten auch mit Erhöhung der Leitzinsen nicht stabilisiert werden.

Anhaltende Kapitalexporte in die USA werden zu einer Abwertung des Euro

führen. Wird die EZB am Devisenmarkt intervenieren? Kommt es zu FED-

Interventionen - traditionelles Aufgabengebiet Steuerung des Wirtschafts-

wachstums und der Inflation durch geldpolitische Instrumente - zu Gunsten

des Euro um Verwerfungen im Welthandel vorzubeugen oder bleiben das

die Aufgaben von EZB und IWF?

Obgleich müssen Marktteilnehmer und Staaten steigende Zinsen in ihre

Erwartungen einbeziehen. Nach einer langen Zeit mit niedrigen Zinsen

- ohne Risikoaufschlag - könnten Schulden zu hoch und Vermögenswerte

überhöht sein. Die Zinsstrukturkurve liefert bei inverser Kurve Frühwarn-

signale für eine kommende Rezession. Eine inverse Kurve entsteht, wenn

die Renditen kurzfristiger Staatsanleihen höher sind als die Renditen

langfristigen Staatsanleihen.

Die Idee des Schuldenschnitts durch die EZB könnte mehr Anhänger ge-

winnen. Die EZB streicht einfach Staatsschulden und schafft den

bilanziellen Ausgleich durch die Gelddruckmaschine. Wenn Regierungen

davon ausgehen, dass Zentralbanken immer zur Stelle sind, könnten Staats-

schulden ins Unermessliche steigen. Die Regierungen sollten sich auf

steigende Zinsen einstellen und sich nicht darauf verlassen, dass die

Schuldenstände bis in alle Ewigkeiten problemlos zu finanzieren wären.

Eine Verschärfung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme in einem

großen Euroland, würde eine Reaktion der Finanzmärkte auf die Ökonomie

des Landes auslösen.

 

Für die EU ist die sich abzeichnende Bipolarität eine gefährliche Situation,

da die beiden Kontrahenten von der EU erwarten, jeweils an ihrer Seite

zu stehen.

Der Spagat, den gleich großen Abstand zu den mächtigen Rivalen zu

halten, wird die EU überfordern. Das einseitige Partei ergreifen, wird

sich unmittelbar auf die Chancen der Unternehmen in der EU und damit

in Deutschland auswirken.

Investitionsabkommen sind ein bedeutender Schritt auf dem Weg gegen

globale protektionistische Bestrebungen in der Politik.

 

Konjunkturprognosen unterliegen Abwärtsrevisionen. Leistungsbilanzdefizite,

externe Verschuldung, Inflation wachsen im Sog der Krise. Stagnierende

Löhne und Beschäftigungsabbau mindern das Lohnsteueraufkommen und

über den verminderten Konsum das Umsatzsteueraufkommen. Gleichzeitig

steigen die arbeitsmarktbedingten Ausgaben der Staaten und damit die

Staatsverschuldung. Leistungsverkürzungen, Steuererhöhungen, Lasten-

Ausgleichungen bis hin zum Goldbesitzverbot für Anlegermünzen und-barren,

sind Maßnahmen zur Erhaltung der Handlungsfähigkeit des Staates.

Devisenzwangswirtschaft mit dem Ziel der Schonung von Dollar-

reserven und Schutzzölle auf Importe und Steuern auf Exporte

zur Verbesserung der Leistungsbilanz, könnten Bestandteil einer

dirigistischen Abschottungspolitik werden. Die angestrebte Klima-

neutralität in Form einer CO2-Grenzsteuer der EU würde zu einer

zusätzlichen Belastung der Handelsströme führen.

Zahlungsausfälle könnten sogar den IWF (Internationaler Währungsfonds

englisch International Monetary Fund, IMF) ins Wanken bringen.

Trendwende hin zu bilateralen Abkommen? Vertrauensverluste in

Volkswirtschaften führt zum Abzug von Kapital, die Zentralbanken

versuchen mit Zinserhöhungen gegenzusteuern, Verfall der Landes-

währung an den Devisenmärkten, Importe verteuern sich rasant.

Wenn die Leitzinsen einmal die Null-Prozent-Grenze erreicht haben,

schaden weitere Zinssenkungen mehr als sie nutzen, zeigen

Untersuchungen führender Volkswirte. Die Ausleihzinsen der Banken

gehen dann nicht mehr mit dem Leitzins nach unten und die

Kreditvergabe leidet. Entscheidend für die Entwicklung der Kapitalmärkte 

ist zumindest auf kürzere Sicht zunächst einfach, wie viel Geld wohin

fließt. Überschüssige Liquidität, die in den USA oder anderen großen

Märkten nicht rentabel angelegt werden konnten, sind in der Vergangenheit

in Regionen mit höheren Risiken geflossen. Investoren stoßen Risiken

wieder schnell ab, sobald die Rentabilität in sichereren Regionen

anzieht. Die Entwicklung der Bilanzsummen der Notenbanken ist

genauso wichtig wie die Entwicklung der Leitzinsen. Bilanzschrumpfung

entzieht den Märkten Liquidität.

Finanzstabilität gewinnen durch Einschränkung der Kreditvergabe

birgt hohe Risiken für das nationale und gegebenenfalls das globale

Wachstum.

Die Unabhängigkeit der Notenbank könnte beschädigt werden.

Entstehen Insolvenzen in größerem Ausmaß werden die Finanz-

und Kapitalmarktstrukturen beschädigt und könnten auch ausländische

Kreditgeber treffen. Das Kapital ist sehr mobil und wird dorthin fließen,

wo das Umfeld besonders günstig ist. Akteure achten sehr darauf,

dass eine Währung jederzeit in Volumina gehandelt werden kann.

Trendwenden ziehen sich in der Regel über Jahre hin. Wir stehen

erst am Anfang der Entwicklung.

 

Die große Geldentwertung 1923 und die am 20.06.1948 in den

3 Besatzungszonen, USA, GB, Frankreich, in Kraft getretene

Währungsreform ist in Deutschland unvergessen.

 

„An Inquiry into the Nature and Causes oft he Wealth of Nations“,

Adam Smith, hatte damit den Grundstein für die marktbetonte

Volkswirtschaftslehre gelegt. Das Fach steht vor großen Heraus-

forderungen in der Lieferung von Konzepten zur Beherrschung

der sich anbahnenden Krisen.

 

Künstliche Intelligenz wird zu einem entscheidenden Wettbe-

werbsvorteil für die Zukunft. Wie können wir diese Technologie

nutzen, um neue Umsatzströme zu generieren und die Effizienz

steigern? Sie ist nicht mehr nur ein Hilfsmittel zur Führung von

Unternehmen - sie wird zum Zentrum aller Prozesse.

 

Der Aufwand ist garantiert, der Nutzen aber nicht.

 

Rechnet sich der gezielte Erkenntniserwerb bezüglich der

Chancen-, Risiken-, Stärken-, Schwächen-, Erlös- und

Kostenpotenziale?

 

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